Wie vermeide ich Plastikmüll?

Deutschland ist trauriger Weltmeister innerhalb der EU was den Plastikverbrauch anbelangt – ein Viertel des Verbrauchs gehen auf das Konto der Deutschen.

Der Plastik-Müllteppich in den Weltmeeren wächst stetig, schätzungsweise haben sich 150 Millionen Tonnen Plastikmüll mittlerweile in den Ozeanen angesammelt.

Quelle: https://service.zeit.de

Materialien aus Plastik werden nicht wie organischer Müll schnell in der Umwelt abgebaut, es dauert hunderte von Jahren bis die Partikel sich sprichwörtlich in Luft aufgelöst haben.

Nicht nur Umweltschützer sind alarmiert – der Plastikmüll in den Ozeanen wird immer mehr zum Thema von Politik und Wirtschaft.

 

Doch wie lässt sich Plastikmüll vermeiden oder zumindest reduzieren? Was kann jeder Einzelne in unserer Gesellschaft tun?

 

Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt:

1) VERMEIDE EINWEGGESCHIRR

Die nächste (Grill-)Party steht an und schon liegt der Gedanke nahe – aus Bequemlichkeit heraus – Plastikbesteck, Plastikbecher und Einwegteller zu kaufen. Völlig überflüssig, da diese Produkte für mehr Plastikmüll sorgen und davon abgesehen auch weniger schön und dekorativ aussehen als langlebige Materialien wie z.B. Holz, Edelstahl oder Glas.

2) STEIGE AUF NATURKOSMETIK UM

Kaum zu glauben, aber in vielen Kosmetikprodukten und Körperpflegeartikeln verstecken sich Plastikmaterialien wie künstliche Polymere (z.B. Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder auch Nylon). Sie dienen als Schleif-, Binde- oder Füllmittel. Naturkosmetik kommt ohne diese unnötigen Zusätze aus und ist darüber hinaus hautschonender und für Allergiker geeignet.

3) BENUTZE MEHRWEGTASCHEN ZUM EINKAUFEN

Durchschnittlich verbraucht jeder Deutsche 76 Plastiktüten im Jahr. Insbesondere in großen Einkaufshäusern ist es eine Selbstverständlichkeit dem Kunden das gekaufte Produkt in einer Plastiktüte zu übergeben. Nur vereinzelt ist der Einzelhandel auf Papiertüten umgestiegen. Zwar ist die Plastiktüte in den meisten Supermärkten bereits kostenpflichtig, wird vom Kunden dennoch aber oftmals gerne angenommen. Warum nicht einfach mit dem eigenen Rucksack, einem Jute-Beutel oder einem Shopper einkaufen gehen? Das entlastet die Umwelt, und am Ende sieht es auch noch stylischer aus.

4) PLASTIKTÜTEN GEZIELT WEITERVERWENDEN

Es lässt sich im Alltag schwer vermeiden gänzlich auf Plastiktüten zu verzichten. Statt die Tüten einfach wegzuschmeißen, sollte man einen sinnvollen Nutzen für die Weiterverwendung finden. Sei es als Müllbeutel oder als Aufbewahrung für z.B. Schuhe beim Verreisen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt eine Plastiktüte noch mehrmals zum Einsatz zu bringen – bevor man sie achtlos entsorgt.

5) ENTSCHLEUNIGE DEINEN ALLTAG

Viele kennen es – schnell noch auf dem Weg zur Arbeit einen Kaffee „to Go“ holen, meist serviert in einem Plastikbecher. Oder beim nächsten Supermarkt noch kurz einen (in Plastik) abgepackten Sandwich einkaufen – das spart Zeit und Mühe. Jährlich werden mehr als 100 Millionen Tonnen Plastik für Produkte produziert, die am Ende weniger als fünf Minuten genutzt werden. Besser nachhaltig und gesundheitsbewusst denken und sich die Zeit für ein Frühstück zu Hause oder einen Espresso in der nächsten Kaffeebar nehmen. Das schont die Umwelt und auch unsere Gesundheit.

6) STEIGE AUF UNVERPACKTE LEBENSMITTEL UM

Quelle: https://geheimtipphamburg.de

Nutze als Kunde die Vielfalt an Angeboten und Supermärkten und kaufe gezielt Produkte, die nicht unnötig verpackt sind. Insbesondere bei Obst und Gemüse nutzt die Verpackungsindustrie bei verpackten Lebensmitteln den Marketing-Effekt – der jedoch fragwürdig erscheint. Nur aufgrund der Verpackung ist das Produkt sicherlich nicht wertvoller, gesünder oder frischer. Derzeit werden 311 Millionen Tonnen Plastik im Jahr produziert – die Verpackungsindustrie zählt zu den Hauptabnehmern – und die Tendenz ist stark steigend.

7) TRENNE DEINEN MÜLL

Auch wenn es lästig ist – achte darauf, dass du die Abfallprodukte trennst und den Plastikmüll separat entsorgst. Somit kannst du zumindest einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass weniger Plastik in der Umwelt landet und stattdessen recycelt wird.

8) UMWELTSCHUTZ IM URLAUB

In den meisten Urlaubsregionen werden PET-Flaschen pfandfrei verkauft. Dies verleitet den ein oder anderen Urlauber die Plastikflaschen am Strand liegen zu lassen oder anderweitig in der Natur zu entsorgen. Weggeworfene Plastikflaschen tragen einen nicht unerheblichen Beitrag zur Verschmutzung der Meere und der Umwelt bei. Auch im Ausland ist das Bewusstsein für den Umweltschutz jedes Einzelnen gefragt und der nächste Mülleimer ist sicherlich nicht weit entfernt.

9) WERDE SELBST AKTIV

Jeder Einzelne kann sich schon im Kleinen für Umweltschutz engagieren. Der Plastikmüll gelangt nicht nur über Strände sondern auch über Flüsse in die Weltmeere. Daher: einfach mal selbst anpacken und Plastikmüll einsammeln. Auch wenn es sich nicht gerade nach dem perfekten Sonntagsprogramm anhört – jeder Spaziergang oder Aufenthalt an einem Gewässer lässt Zeit für ein klein wenig Mithilfe, das zur Reduzierung des Plastikmülls in unserer Umwelt dient.

10) UNTERSTÜTZE UMWELTSCHUTZORGANISATIONEN

Ob durch Spenden oder aktive Teilnahme – jeder Cent und jede Aktivität zählt bei Umweltschutzprojekten. Die Annahme, man könne selbst nicht viel ausrichten, da z.B. die finanziellen Mittel fehlen, ist falsch. Je mehr Unterstützer es gibt, desto größer ist am Ende der Erfolg.

11) UPCYCLING

Sei kreativ und verarbeite Plastik weiter. Inspirationen hierfür findest du bei uns im Shop:

 

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